Das Format Kulturelle Bildung wird sich am schnellsten verselbständigen, wenn wir schulische Akteure durch Fortbildung stärken und unterstützen und den Austausch zwischen Schule und Künstlern und Institutionen voranbringen.

Eva Schmitt
Referentin für Kulturelle Bildung bei der Stiftung Nantesbuch

Programmphase 2016-20

Strukturierung und Qualifizierung

Von 2016 bis 2020 standen die Kultur.Forscher!-Aktivitäten ganz im Zeichen der Netzwerkarbeit. Die Arbeitsstelle Kulturelle Bildung an Schulen (KuBiS) der Philipps-Universität Marburg übernahm 2016 die Koordination und inhaltliche Unterstützung des aus Schulen und Kulturinstitutionen bestehenden Netzwerks. Im Rahmen des Projekts „Ästhetische Forschung als Teil nachhaltiger Kultureller Schulentwicklung“ führte die Arbeitsstelle die Zusammenarbeit mit den Partnerinstitutionen fort.

Qualifizierungsangebot

Seit 2016 kooperieren die Kultur.Forscher! mit dem Weiterbildungsmaster Kulturelle Bildung an Schulen (WBM KuBiS) der Philipps-Universität Marburg. Dabei handelt es sich um einen berufsbegleitenden Studiengang für freie Kulturschaffende und Kulturvermittler, für Lehrkräfte sowie für Mitarbeiter von Kultureinrichtungen. Studierende des WBM KuBiS bringen ihre Expertise in das Kultur.Forscher!-Programm ein, indem sie an Kultur.Forscher!-Schulen hospitieren und fachlichen Input zu den programmbezogenen Tagungen und Fortbildungen im Programm beisteuern. Gleichzeitig nutzen sie die Kultur.Forscher!-Institutionen als Erfahrungsraum, um vor Ort Praxisprojekte mit Schülern zu realisieren. Auf diese Weise setzen sich die Studierenden für die konzeptionelle Weiterentwicklung einzelner Institutionen und des Netzwerks ein. Von der PwC-Stiftung werden regelmäßig Stipendien für den Weiterbildungsmaster an Akteure des Programms vergeben, um ihnen das Weiterbildungsstudium zu ermöglichen.

Eine systematische Qualifizierung aller Kultur.Forscher!-Akteure erfolgt aber auch durch regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen und Tagungen im Programm. Ziel der Qualifizierungsmaßnahmen ist es, über die Professionalisierung von Lehrkräften, Kunstvermittlern und Kulturschaffenden die Kulturelle Bildung an Schulen zu stärken und nachhaltig zu verankern.

 

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Strukturierung

Seit 2016 ist das Kultur.Forscher!-Netzwerk in Deutschland auf länderübergreifender sowie auf regionaler und überregionaler Ebene organisiert. Die Vertreter der teilnehmenden Institutionen tauschen sich innerhalb ihrer Regionalgruppen intensiv und gezielt über die aktuellen Aktivitäten in ihrem Bundesland aus. Sie informieren sich gegenseitig über aktuelle Projekte an den Schulen und tauschen sich über Erfahrungen und Fortbildungsbedarfe aus. Aus dem Netzwerk erhalten sie Impulse zur Implementierung Kultureller Bildung im Unterricht, zur eigenverantwortlichen Netzwerkarbeit, interinstitutioneller Kooperation, kultureller Schulprofilentwicklung und ästhetisch forschender Formatentwicklung.

Gleichzeitig werden die Akteure seit 2016 auf länderübergreifender Ebene mit den Regionalgruppen benachbarter Bundesländer vernetzt und erhalten auf überregionaler Ebene Anschluss an das bundesweite Kultur.Forscher!-Netzwerk. 2017 wurde erstmals die jährliche überregionale Netzwerktagung („Überregio“) durchgeführt, die die Kultur.Forscher! nicht nur untereinander, sondern auch mit Studierenden des WBM KuBiS- sowie Vertretern von Bildungsministerien, Stiftungen und weiteren Akteuren aus dem Feld der Kulturellen Bildung vernetzt. Die „Überregio“ bilde seitdem den Höhepunkt jeden Programmjahres.

 

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